Sechs Gründe warum das Gewicht stagniert

6 Gründe warum man einfach nicht abnimmt.

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Es ist zum Haare raufen: Du rackerst dich auf dem Laufband ab, verbietest dir selbst jegliche Süßigkeit und ernährst dich nur von Gemüse ─ und trotzdem tut sich nichts auf der Waage? Manchmal kommt das Vorhaben Abnehmen ins Stocken und dir fällt keine logische Erklärung dafür ein. Gibt es die nicht? Doch! Warum dein Gewicht stagnieren könnte, erklären wir hier.

 

  1. Grund: Der Stoffwechsel passt sich an

Die meisten Pausen auf der Waage entstehen nach den ersten Erfolgen. Und das ist oft sogar noch frustrierender. Denn wer einmal die Freude kennt, wenn die Kilos langsam verschwinden, wird umso untröstlicher, wenn plötzlich nichts mehr passiert. In den meisten Fällen steckt hier ein natürlicher Prozess des Körpers rund um den Stoffwechsel dahinter.

Denn der menschliche Organismus ist bestrebt, einen ausgeglichenen Kalorienhaushalt zu erreichen und passt diesen immer an. Dieser Mechanismus dient dazu, dass wir im Notfall nicht gleich verhungern. Dein Körper schaltet sozusagen das „Notfallprogramm“ für harte Zeiten ein, wenn du über längere Zeit weniger isst. Führst du deinem Organismus also durch eine Diät weniger Kalorien zu, wird dieser den Stoffwechsel automatisch verlangsamen. Das bedeutet, dass der Körper fortan weniger Kalorien verbrennt. Ist diese Anzahl nicht mehr niedriger als die, die du zu dir nimmst, kannst du auch kein Gewicht mehr verlieren – folglich stagniert die Kilogrammanzeige.

Doch was hilft dagegen? Der Körper muss glauben, dass keine Notzeit vorliegt. Das gelingt zum einem, wenn die Kalorienzufuhr nur ein wenig reduziert wird. Daher sind kleinere Kaloriendefizite ratsamer. Das dauert zwar länger, ist aber effektiver. Auch aus diesem Grund raten Experten von radikalen Diäten bis zum Nullpunkt ab.

Die Anpassung des Stoffwechsels kannst du ebenso vermeiden, wenn du das Projekt Abnehmen auch gemeinsam mit einem gesteigerten Energieumsatz in Angriff zu nimmst. Mehr Alltagsbewegung, viel Sport und Muskelaufbau helfen, um die Kalorienzufuhr auf Dauer geringer als den Verbrauch zu gestalten.

Ist es jedoch dafür schon zu spät, muss der Stoffwechsel wieder in Schwung gebracht werden. Dann hilft es meist nur, mit einer normalen Ernährung den Stoffwechsel wieder anzuregen.

  1. Grund: Kohlenhydrate bei einer Low-Carb-Diät

So mancher versucht auch, mit einer Low-Carb-Diät Gewicht zu verlieren. Dahinter steckt das Prinzip, dem Körper weniger Kohlenhydrate zuzuführen, damit dieser vermehrt auf den Kohlenhydrat-Speicher (auch Glykogen genannt) zurückgreift. Das Glykogen ist an Wasser gebunden. Wird es abgebaut, verliert der Körper auch viel von dieser Flüssigkeit – der häufigste Grund für den erfolgreichen Gewichtsverlust auf der Waage. Ist das Glykogen jedoch abgebaut, wird erst die Energie im gespeicherten Fett verwendet. Hier sind jedoch keine gebundenen Wasserreserven mehr zu finden und du verlierst plötzlich weniger Gewicht.

Doch: Dieser Grund sollte bei einer Stagnation eher freuen, als ärgern. Denn er bedeutet, dass der Körper nun reines Fett abbaut. Und darum geht es dir doch, oder? Hältst du weiter durch, wird die Waage zwar in Zukunft weniger Gewichtsverlust anzeigen, aber dein Körper dennoch schlanker werden. Pro Kilogramm Fett musst du 7000 Kalorien mehr verbrauchen, als zu essen. Bei einem Defizit von 500 Kalorien am Tag brauchst du also zwei Wochen dafür. Doch dieses langsame Abnehmen ist dafür lohnenswerter – denn so wird auch der Stoffwechsel nicht ruiniert.

 

  1. Grund: Muskeln sind schwerer als Fett

Wer Sport während der Ernährungsumstellung treibt, kann jedoch einem weiteren Grund begegnen, warum das Gewicht plötzlich stagniert. Sport verbrennt Fett und der Körper verliert dieses. Das vermuten die meisten hinter dem Gewichtsverlust auf der Waage. Jedoch baut die ungewohnte Bewegung gleichzeitig auch Muskeln auf. Und diese sind schwerer als Fett – etwa 10 Prozent schwerer. Daher kann es passieren, dass das Gewicht sogar letztendlich steigt.

Doch das ist kein Grund zum Verzweifeln. Denn oft ist hier ein Blick in den Spiegel wertvoller als auf die Waage. Denn ein durch Sport definierter Körper sieht deutlich fitter aus, auch wenn er mehr Kilogramm besitzt. Zählt da wirklich noch das Gewicht? Wer diesen Aspekt bei seinem Gewichtsverlust beobachten will, sollte sich regelmäßig auf eine Körperfettwaage stellen. Diese rechnet Muskel- und Fettanteil im Körper aus.

 

  1. Grund: Zu wenig Schlaf und zu viel Stress

Wer sich zu hart ran nimmt und keine Pausen für Regeneration schafft, wird dies auch auf der Waage feststellen. Abnehmen funktioniert nur, wenn du dir genügend Pausen und Schlaf gönnst. Ist das nicht der Fall, produziert der Körper Stresshormone. Cortisol ist eines von ihnen. Dieses Hormon bewirkt, dass in den Muskeln weniger Zucker und Fett ankommen und folglich auch weniger dort verbrannt wird. Stattdessen landet dieser Zucker in den Fettzellen, die dadurch genährt werden. Die Muskeln müssen hingegen das körpereigene Protein zu Energie umwandeln – und bauen sich so sogar selbst ab.

Sorge also dafür, dass du bei deinem Vorhaben das Training nicht übertreibst. Plane trainingsfreie Tage und regelmäßige Entspannung mit ein. Hier helfen Entspannungsbäder, Massagen oder sogar Meditation. Auch genügend Schlaf sollte in der Nacht möglich sein. Aber nicht nur der Körper sollte sich ausruhen, sondern auch der Geist. Einfach mal nichts zu tun und die Seele baumeln lassen, kann das Projekt Abnehmen daher auch unterstützen.

  1. Grund: Zyklusbedingte Wassereinlagerungen

Wenn du mitten im Projekt „Abnehmen“ steckst und alle bisherigen Gründe ausschließen kannst, aber die Waage dennoch keinen Erfolg anzeigt – dann kann es auch am weiblichen Zyklus liegen. Bis du zusätzlich gereizt? Ist die Laune schlecht und Hysterieanfälle belasten auch deine Beziehung? Dann hat das Hormonchaos dich möglicherweise voll im Griff.

Diese Hormonschwankungen direkt vor der Menstruation können auch dazu führen, dass dein Körper Wasser im Gewebe einlagert. Damit steigt auch dein Gewicht oder stagniert plötzlich in der Abnehmphase. Hier kannst du nicht viel tun, außer dich von deiner Waage für einige Tage zu verabschieden. Hat dein Zyklus diese Phase überwunden, kannst du einen neuen Anlauf beim Wiegen wagen.

 

  1. Grund: Weniger Gewicht, weniger notwendige Kalorien

Der letzte Grund ist eine einfache Milchmädchenrechnung, die von den meisten Betroffenen schlichtweg oft vergessen wird. Wer sich ein hohes Ziel beim Abnehmen gesetzt hat, wird meist mittels Kalorienrechner seinen Verbrauch und das notwendige Defizit zu Anfang des Projektes berechnen. Doch viele vergessen, dies nach den ersten Erfolgen anzupassen. Denn wer viel Gewicht verliert, hat dadurch auch weniger auf den Hüften. Weniger Masse bedeutet weniger Kalorienbedarf. Wer dies nicht anpasst, wird früher oder später den Bereich des Kaloriendefizits verlassen und kein Gewicht mehr reduzieren.

Daher sollte das langfristige Abnehmprojekt immer mit einer dynamischen Anpassung des Kalorienbedarfs und der einhergehenden Ernährung stattfinden. Überprüfe am besten alle vier Wochen deine Bedürfnisse. Ein Ernährungstagebuch und ein Trainingslogbuch können hier gute Dienste bei der Dokumentation leisten. Dann wird das Abnehmen nicht aus diesem Grund ein jähes Ende finden.

 

 

Bildquellen:

https://stock.adobe.com/de/images/healthy-eating-food-low-carb-keto-ketogenic-diet-meal-plan/140345682

https://stock.adobe.com/de/images/business-man-at-desk-eating-burger-and-working/178288311

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