Schafgarbe – eine fast vergessene Heilpflanze

Sanfte Heilung aus der Natur

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Die Schafgarbe ist eine klassische Heilpflanze und gehört zur Familie der Korbblütler. Im Jahr 2004 wurde die Schafgarbe als Heilpflanze des Jahres ausgezeichnet. Die Pflanze kann bis zu 80 cm hoch werden und hat kleine weiße Blüten, die einen aromatischen Duft verströmen. Da Schafgarbe viele Bitterstoffe und auch ätherische Öle besitzt, spielt sie auch für die Gesundheit eine wichtige Rolle.

 

Schafgarbe und ihre Inhaltsstoffe

Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen der Schafgarbe gehören unter anderem ätherische Öle, Bitterstoffe und Flavonoide. Eines der ätherischen Öle heißt Proazulen, das andere wird als Chamazulen bezeichnet. Wichtige Mineralstoffe, wie zum Beispiel Kalium und Selen sind in der Schafgarbe ebenfalls enthalten. Inhaltsstoffe der Pflanze, die eine gesundheitliche Rolle spielen und wirksam sind, befinden sich nicht in der Wurzel, sondern in den oberirdisch wachsenden Pflanzenteilen.

 

Schafgarbe und die gesundheitliche Wirkung

Es gibt viele alte Heilpflanzen und Heilkräuter, die auch heute noch zu gesundheitlichen Zwecken verwendet werden. Die Schafgarbe war sogar die Heilpflanze des Jahres 2004 und hat somit bis heute ihre Wirksamkeit bei zahlreichen gesundheitlichen Beschwerden bewiesen. Wirksam wird die Pflanze durch ihre Inhaltsstoffe und deren besonderer Mischung. Proazulen, eines der ätherischen Öle, hat eine entzündungshemmende Wirkung. Die in der Pflanze enthaltenen Bitterstoffe sind ebenfalls wichtig für die Gesundheit. Zusammengenommen wirken alle Inhaltsstoffe der Schafgarbe und können das Wohlbefinden und die Gesundheit positiv beeinflussen.

 

  1. Schafgarbe fördert den Appetit

Schafgarbe enthält Bitterstoffe und hat auch einen leicht bitteren Geschmack. Dieser entsteht durch die in der Pflanze enthaltenen ätherischen Öle und die Flavonoide, bei denen es sich um sekundäre Pflanzenstoffe handelt. Werden diese Stoffe von den Geschmacksknospen der Zunge aufgenommen, werden Informationen an das Gehirn gesendet. Dein Gehirn gibt diese Informationen weiter an die Drüsen, wodurch die Speichelproduktion und die Produktion von Magensaft angeregt werden. Da in der Pflanze auch ätherische Öle enthalten sind, wird gleichzeitig dein Magen stimuliert, wodurch es zu mehr Bewegung in deinem Magen kommt. Dein Magen ist dann quasi in Bereitschaft und wartet auf Nahrung. Dadurch hat Schafgarbe eine appetitanregende Wirkung.

 

  1. Schafgarbe hilft bei Magen-Darm-Beschwerden

Hilfreich sind die Bitterstoffe und die ätherischen Öle aber auch dann, wenn du Magen-Darm-Beschwerden hast. Da die Pflanze entzündungshemmend und entkrampfend wirkt, kannst du Schafgarbe gegen Magenkrämpfe nutzen und merkst die Wirkung auch, wenn du unter einem Reizmagen leidest. Die ätherischen Öle sorgen für eine bessere Durchblutung, wodurch sich deine Muskulatur lockert und die Krämpfe schließlich weniger werden. Gleichzeitig wirken auch die Bitterstoffe, da dein Körper mehr Verdauungssäfte bildet. Dieser erhöhte Anteil von Galle und Magensaft sorgt dafür, dass Eiweiß aus der Nahrung besser zerteilt und von deinem Körper leichter aufgenommen werden kann. Dadurch rutscht der Mageninhalt schneller weiter und deine Beschwerden lassen nach.

 

  1. Menstruationsbeschwerden mit dem Heilkraut lindern

Wenn deine Menstruation zur Qual wird, und du immer wieder unter Menstruationsbeschwerden leidest, kann dir die Heilpflanze helfen und diese Symptome lindern. An den Menstruationskrämpfen sind nicht selten Stoffe aktiv beteiligt, die auch eine Entzündung auslösen können. Wenn du Schafgarbe verwendest, dann liefert dir die Pflanze viele entzündungshemmende Stoffe, mit denen du deine Beschwerden erfolgreich bekämpfen kannst. Möglich wird das durch die entzündungshemmenden Stoffe in der Pflanze, die während der Periode die Bildung von verschiedenen Hormonen stoppen können. Dabei hemmen die Wirkstoffe der Schafgarbe bestimmte Eiweiße. Sind diese Eiweiße gehemmt oder stark eingeschränkt, können die schmerzauslösenden und entzündungsfördernden Hormone nicht mehr gebildet werden.

 

Schafgarbe wirkt nicht nur innerlich

Wenn du Beschwerden hast, und keine chemischen Produkte zu dir nehmen möchtest, kann du Schafgarbe als Alternative wählen. Du hast dann ein rein pflanzliches Produkt, das dir hilft, deine Beschwerden langsam zu lindern. Am einfachsten ist es, wenn du dir einen Tee aus Schafgarbe zubereitest. Beim Tee hast du die Wahl zwischen fertigen Tees aus dem Handel oder der Schafgarbe als Kraut, das du im Reformhaus oder der Apotheke kaufen kannst. Nutzt du den fertigen Tee, dann brühst du wie gewohnt einen Beutel davon auf.

Einen Tee aus Schafgarbenkraut bereitest du wie folgt zu:

  1. Überbrühe einfach 2 Gramm Schafgarbe (das ist ca. 1 Teelöffel voll Kraut) mit 150 ml kochendem Wasser.
  2. Lege einen Deckel oder einen kleinen Teller über die Tasse und lasse den Tee mindestens 10 bis 15 Minuten ziehen.
  3. Siebe das Kraut danach ab und trinke den Tee noch heiß und schluckweise. Am besten helfen dir die Inhaltsstoffe, wenn du gleichmäßig über den Tag verteilt mindestens drei Tassen Schafgarbentee trinkst.

Du kannst die Heilwirkung von Schafgarbe aber nicht nur innerlich nutzen. Wendest du die Pflanze äußerlich an, dann bringt sie dir auch einen gesundheitlichen Nutzen.

 

Schafgarbe äußerlich anwenden

Wenn du die Pflanze äußerlich anwenden möchtest, dann kannst du Wickel und Umschläge mit dem Heilkraut machen. Dazu bereitest du dir wie beschrieben einen Tee zu und nutzt diesen zur äußerlichen Anwendung.

  1. Umschläge aus Schafgarbe bei kleinen Wunden: Wenn du eine kleine Wunde oder eine leichte Verletzung an der Haut hast, dann nimm eine Kompresse oder ein kleines Leinentuch, mache es gründlich mit dem Tee nass und lege es auf die betroffene Hautstelle. Diesen Umschlag kannst du mit einer Mullbinde fixieren und solltest ihn dreimal täglich wechseln.
  1. Vollbad mit Schafgarbe: Ein Vollbad ist vor allen Dingen bei Menstruationsbeschwerden hilfreich oder wenn due Bauch- und Magenkrämpfe hast. Um dir ein Vollbad zu bereiten, musst du ca. 200 Gramm Schafgarbenkraut in einem Liter Wasser aufkochen und eine halbe Stunde ziehen lassen. Danach filterst du das Kraut ab und gibst den Sud als Badezusatz in das Badewasser.
  1. Schafgarbe gegen Nasenbluten: Schafgarbe hat auch eine zusammenziehende Wirkung. Aus diesem Grund hilft das Kraut auch gegen Nasenbluten. Wenn du Nasenbluten hast, dann schnupfe einfach ein paar Tropfen Schafgarbentee hoch und die adstringierende Wirkung sorgt dafür, dass die Blutung aufhört.

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