Petersilie – Gewürz und Heilpflanze

Die Petersilie gehört nicht nur zu den beliebtesten Küchenkräutern, sie ist zugleich auch eine Heilpflanze mit unterschätzter Heilkraft.

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Petersilie ist ein grünes Kraut, das es in glatter und krauser Form gibt. Das Küchenkraut gehört zu den zweijährigen Pflanzen und wird zum Würzen verschiedene Speisen verwendet. Überzeugen kann die Petersilie aber nicht nur durch ihren würzigen Geschmack, sondern auch durch die Inhaltsstoffe, die das Würzkraut liefert. Petersilie wächst weniger als einen Meter hoch und kann im Garten oder in Blumentöpfen angepflanzt werden.

 

Petersilie und ihre Inhaltsstoffe

Das grüne Würzkraut besitzt viele gesunde Vitalstoffe und kann als Multivitamin unter den Gewürzkräutern bezeichnet werden. Besonders reich ist Petersilie an Vitaminen. Sie enthält Vitamin A, die Vitamine B1 bis B6, Vitamin B12 und Vitamin C. Auch das Provitamin A, bekannt als Beta Carotin, ist in der Petersilie enthalten. Folsäure, die auch als Vitamin B9 bekannt ist sowie Vitamin K kommen ebenfalls in dem Gewürzkraut vor.

Petersilie ist aber nicht nur ein guter Vitaminlieferant, sondern erweist sich auch als gesunde Quelle für Mineralstoffe und Spurenelemente. Das Kraut enthält Phosphor, Kalium, Magnesium, Eisen, Schwefel, Kalzium und Mangan. Weiterhin ist Petersilie sehr reich an Chlorophyll, einem Pflanzenfarbstoff. Diesem Farbstoff verdankt das würzig schmeckende Kraut auch seine grüne Farbe. Natürlich sind auch ätherische Öle in der Petersilie enthalten, bei denen Myristicin und Apiol im Vordergrund stehen.

 

Petersilie für Blase und Nieren

Petersilie ist nicht nur eine Gewürz-, sondern auch eine Heilpflanze. Als Heilpflanze wird das Kraut als sogenanntes Aquaretikum benutzt. Das ist ein wassertreibendes und harnförderndes Mittel. Wenn du die Aktivität von Nieren und Blase fördern musst, dann kann dir Petersilie in Kombination mit Wasser helfen. Wenn du das Kraut zu dir nimmst oder einen Tee damit aufbrühst und viel trinkst, werden deine Nieren gespült und dein Körper kann die Krankheitserreger ausschwemmen. Eine erhöhte Ausscheidung von Urin hemmt auch gleichzeitig die Bildung von Nieren- und/oder Blasensteinen. Da Petersilie auch reich an Chlorophyll ist, unterstützt sie deine Nieren unter anderem auch bei der Entgiftung.

 

Mit Petersilie entschlacken und entgiften

Petersilie ist nicht nur eine hübsche Dekoration auf dem Tellerrand, sondern bringt dir auch einen gesundheitlichen Nutzen. Sie hilft dir beim Entschlacken und Entgiften. Wenn du dich oft schlapp und müde fühlst, und keinen richtigen Antrieb mehr hast, dann haben sich vielleicht zu viele Schlacken und Giftstoffe in deinem Körper angesammelt. Diese nimmst du über die Nahrung, die Luft und auch durch Kosmetik auf. Dein Körper kann viele dieser Stoffe selbst wieder abbauen und ausscheiden, aber leider nicht alle.

Das grüne Gewürzkraut hilft dir bei beiden. Petersilie enthält viel Chlorophyll. Dieser Pflanzenfarbstoff ist einem körpereigenen Farbstoff, dem Hämoglobin, sehr ähnlich. Das Hämoglobin ist der Farbstoff, der dem Blut seine rote Farbe verleiht. Je ähnlicher sich die Stoffe sind, desto besser können sie wirken. Das in der Petersilie enthaltene Chlorophyll reinigt dein Blut und hilft dir dabei, den Körper zu entgiften. Außerdem unterstützt der Farbstoff deine Nieren und die Leber.

Bei der Entschlackung kannst du ebenfalls auf Petersilie zählen. Da diese eine harntreibende Wirkung hat, und sich deine Urinmenge erhöht, werden viele Stoffe aus deinem Körper ausgeschwemmt. Petersilie wird dann zu einem natürlichen Reinigungsmittel für deinen Organismus.

Petersilie gegen Mückenstiche

Das grüne Kraut hilft dir nicht nur innerlich, sondern kann auch äußerlich zur Anwendung kommen. Besonders hilfreich ist Petersilie in den Sommermonaten, wenn viele Mücken unterwegs sind. Hat dich eine Mücke gestochen, dann kannst du den Juckreiz mit diesem Heilkraut ganz schnell und zuverlässig stoppen. Du mischst einfach 1 Esslöffel gehackte Petersilie mit einem halben Glas Apfelessig und streichst die Mischung auf den Mückenstich.

 

Vitalstoffmangel ausgleichen

Wenn du einen leichten Mangel an Vitaminen oder Mineralstoffen hast, dann solltest du Petersilie in deinen täglichen Speiseplan einbauen. Da kannst sie frisch zum Würzen von Salaten oder anderen Speisen verwenden, oder du bereitest dir einen Petersilien Tee zu. Am besten ist es, wenn du jeden Tag ein wenig frische Petersilie zu dir nimmst und so deinem Körper wieder mehr Vitalstoffe zuführst. Besonders hoch ist der Vitamin C Gehalt in der Petersilie. Da Vitamin C wasserlöslich ist, darfst du nicht vergessen, dass ein Großteil des Vitamins beim Kochen in das Kochwasser übergeht, da es sich aus der Petersilie herauslöst. 100 Gramm frische Petersilie liefert dir ca. 133 mg Vitamin C.

 

Tee aus Petersilie zubereiten

Wenn du den frischen und würzigen Geschmack von Petersilie gerne magst und deinem Körper etwas Gutes tun möchtest, dann solltest du dir einen frischen Tee aus dem Gewürzkraut aufbrühen. Dafür benötigst du:

  • 2 Teelöffel voll zerkleinerte Petersilie
  • 150 ml kochendes Wasser

Gebe die zerkleinerte Petersilie in eine Tasse und gieße das kochende Wasser darüber. Verschließe die Tasse mit einem Deckel oder einer kleinen Untertasse und lasse den Tee aus Petersilie mindestens 15 Minuten ziehen. Du kannst davon zwei Tassen am Tag trinken.

 

Petersilie in der Schwangerschaft

Während einer Schwangerschaft solltest du auf größere Mengen Petersilie verzichten. Petersilie kann Frühwehen auslösen, wodurch das Risiko einer Fehlgeburt steigt. Das liegt an den in der Petersilie enthaltenen ätherischen Ölen Apiol und Myristicin. Diese regen die Tätigkeit der Muskeln an, wodurch es zu mehr Bewegung in Darm, der Blase und der Gebärmutter kommt. Kleine Mengen, wenn deine Schwangerschaft gut verläuft und du gesund bist, schaden in der Regel nicht. Auf einen frischen Salt mit ein bisschen frischer Petersilie musst du also auch als werdende Mutter nicht verzichten.

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