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Kochen mit dem Slow Cooker

Die Langsamkeit für den Herd entdecken

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Kennst du noch den gusseisernen Kochtopf, der bei Oma stundenlang auf dem Herd stand? Erinnerst du dich noch an den köstlichen Duft? Während Oma bügelte, kochte sich der Gaumenschmaus fast wie von allein. Und dann der Geschmack … Omas Speisen vergisst kaum ein Kind. Doch in der heutigen Zeit muss alles immer schnell, schnell, schnell gehen – Fastfood statt Omas Kost ist angesagt. Bis jetzt! Denn immer mehr Hobbyköche entdecken den Slow Cooker. Was hinter dessen großer Beliebtheit steckt und warum er Omas Lieblinge zurückholt – das haben wir hier zusammen gesammelt.

 

Was ist der Slow Cooker?

Slow Cooker, auch Schongarer genannt, bestehen aus einen Keramiktopf mit Deckel, der in einem beheizbaren Metallbehälter steckt. Aber auch ein Metalltopf, der auf einer Heizeinheit aufgestellt wird, ist ein Slow Cooker. Dieser wird je nach Variante erhitzt, der Topf erhält die Wärme – doch sie verteilt sich langsam. Daher können, wie der Name „Slow Cooker“ aus dem englisch verrät, darin Gerichte „langsam gekocht“ werden. Der Slow Cooker ermöglicht das Garen mit niedrigen Temperaturen über mehrere Stunden.

Den Slow Cooker gibt es in verschiedenen Größen, Techniken, rund oder oval  und mit diversen Fassungsvermögen. Suppen, Nudelpfannen oder Schmorfleisch werden hier nach dem Frühstück einfach angesetzt und zum Mittag oder Abendessen genossen. Es brennt nichts an, es verkocht nichts – Aromen und Gewürze verteilen und entwickeln sich.

Ideal ist diese Zubereitung für Suppen, Saucen und vor allem Fleisch. Gerade zähe Exemplare können hier dennoch butterweich werden. Ebenso kann der Schongarer Hülsenfrüchte wie Bohnen oder Linsen garen, Kartoffeln, Möhren und andere Gemüse können in ihm auch lecker werden. Auch Kuchen kann in dem Slow Cooker mit dem richtigen Rezept und der richtigen Größe gebacken werden. Fisch und Nudeln gehören jedoch nicht in den Slow Cooker. Sie sind zu empfindlich. Das Gleiche gilt für Milch, Sahne und Produkte auf deren Basis, die im Slow Cooker ausflocken können. Braucht es diese als Zutaten im Gericht, sollten sie nur kurz vor Ende der Garzeit hinzugegeben werden.

 

Unterschied: Crock-Pot, Thermomix und Slow Cooker

Vorsicht: Du solltest den Slow Cooker nicht mit dem Crock-Pot verwechseln, die sich sehr ähneln. Der Crock-Pot enthält ebenso Topf, Deckel und Heizelement. Aber er ist nur eine Art von Slow Cookern und eigentlich nur ein Markenname. Viele Crock-Pots sind wie ein Slow Cooker gebaut. Doch ein Slow Cooker kann auch ein „langsamer Herd“ sein, bei dem der Topf auf einem eigenen kleinen Heizelement steht. Hier können oft mehrere Heizstufen gewählt werden. Ein Crock-Pot heizt teilweise auch von der Seite. Ansonsten gibt es bei beiden keine nennenswerten Unterschiede. Sowohl der Slow Cooker als auch der Crock-Pott sind Schongarer.

Auch der Thermomix ist wiederum ein anderes Küchengerät. Denn dieser spart eher Zeit, kocht nicht mit dem Prinzip der Langsamkeit und kann deutlich mehr, wie beispielsweise auch die Eiszubereitung. Zudem ist der Anschaffungspreis eines Thermomixes deutlich höher. Beide Geräte ergänzen sich jedoch hervorragend in der Küche.

 

Vor- und Nachteile des Slow Cooker

Das klingt für so manche gestresste Hausfrau wie das Paradies auf Erden, oder? Der Slow Cooker könnte es einigen in der Küche erleichtern. Denn er hat zahlreiche Vorteile:

 

  1. Er arbeitet vollständig selbstständig. Eine Aufsicht während der Zeit ist nicht notwendig. Da er die Küche auch nicht aufheizt, kann diese beruhigt verlassen werden.
  2. Er verbraucht weniger Strom als der Backofen.
  3. Es gibt verschiedene Größen für verschiedene Haushalte – ob für zwei Personen oder für die Großfamilie.
  4. Im Slow Cooker gibt es kein Anbrennen und bei den richtigen Einstellungen kein Zerkochen.

Aber auch der Slow Cooker hat die Kehrseite der Medaille und so einige Nachteile, die ebenfalls nicht verschwiegen werden sollten:

  1. Er erfordert genaue Regeln: z. B. Deckel muss geschlossen bleiben, damit die Flüssigkeit nicht verloren geht.
  2. Schmoren ist die einzige Kochtechnik, andere sind nicht möglich. Daher werden bei so manchen Rezepten einige Vorarbeiten notwendig.
  3. Er liefert nur bei Suppen und Eintöpfen „eine Mahlzeit aus einem Topf“
  4. Der Slow Cooker muss immer zur Hälfte gefüllt sein. Bei einem kleinen Haushalt bleibt da meist einiges übrig, das eingefroren werden sollte.
  5. Er braucht ein wenig Übung, bis der Koch den Dreh heraus hat, wann Kartoffeln und wann Fleisch gar ist.
  6. Noch gibt es nur wenige deutschsprachige Slow-Cooker-Kochbücher. Wer Rezepte sucht, muss sich durch das Internet wühlen.

Welcher Topf ist der Richtige?

Wenn für dich die Vorteile überwiegen, steht der Kochprobe mit dem Slow Cooker nur noch die Auswahl des richtigen Modells im Wege. Denn es gibt mehrere Töpfe, die sich je nach Hersteller unterscheiden. Manche haben eine Digitalsteuerung, andere sogar eine Zeitschaltuhr, aber auch Thermometer und andereZusatzausstattungen sind vorhanden. Aber vor allem die Größe ist ein ausschlaggebendes Argument.

Selten, aber erhältlich, ist der 1,5-Liter-Topf. Dieser eignet sich für einen Ein- oder Zwei-Personenhaushalt sowie für Suppen, Eintöpfe und Geschnetzeltes. Für den großen Braten ist er jedoch meist zu klein. Der Vier-Personen-Haushalt sollte mit einem 3,5-Liter-Topf ausgestattet werden. Für Singles und Paare bleibt aufgrund der „bis zur Hälfte füllen“-Regel immer einiges an Speisen übrig, die eingefroren werden können. Ebenso ist dieser Topf für Backvorhaben ideal. Der 5,5-Liter-Topf ist hervorragend für Suppen und Eintöpfe für eine Kleinfamilie geeignet, aber der richtig große Braten passt am besten in das 6,5-Liter-Modell. Der ist auch für die Großfamilie der beste Slow Cooker. Zudem gibt es noch die Supergröße mit acht Liter Fassungsvermögen. Doch dafür lassen sich schwer Rezepte finden, die Zutatenangaben müssen daher immer umgerechnet werden.

 

Das Fazit zum Slow Cooker!

Der Slow Cooker ist daher für Frühaufsteher mit Vertrauen in Haushaltsgeräte eine optimale Hilfe in der Küche. Gerade Fans von Hausmannskost sowie Suppen und Eintöpfe werden mit ihm voll auf ihre Kosten kommen. Wer zudem gerne plant und organisiert, hat mit diesem Topf den besten Partner. Bist du bereit, einige Versuche mit den Garzeiten zu starten, auch wenn am Anfang etwas schief geht? Dann trau dich und probier den Slow Cooker einmal aus. Er ist sowohl bei Angeboten diverser Discounter aber auch bei namhaften Herstellern wie Andrew Hames, Lakeland, Morphy Richards oder Rival zu kaufen. Diverse Blogs und soziale Gruppen bieten die passenden Rezeptideen.

Also ran an den Kochtopf … äh Slow Cooker!

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