Wirkungen von Ingwertee

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Ingwer ist weitaus mehr als nur ein Gewürz. Ingwer wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus und findet daher nicht nur bei der Zubereitung von Speisen Verwendung. Bekannt ist das Gewürz auch unter den Namen Imber, Ingwerwurzel und Ingber. Woher die Knolle stammt, ist nicht sicher belegt. Vermutlich hielt der Ingwer aber aus den pazifischen Inseln seinen Einzug. Mittlerweile ist der Ingwer nicht nur beim Kochen, sondern auch als Heilpflanze sehr beliebt.

Ingwer und seine Inhaltsstoffe

Ingwer hat einen sehr aromatischen Geruch und einen scharfen, würzigen Geschmack. Zu den Inhaltsstoffen gehören unter anderem ätherische Öle, Harzsäuren und Gingerol. Gingerol ist eine aromatische Substanz, welche dem Ingwer seine besondere Schärfe verleiht. Ingwer ist zudem ein guter Lieferant für Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente. Magnesium, Kalium, Kalzium, Natrium und Magnesium sind wichtige Mineralstoffe, die im Ingwer enthalten sind. Besonders viel Vitamin C ist in der Ingwerknolle enthalten. 100 g enthalten bis zu 6000 mg davon. Auch bei den B-Vitaminen ist Ingwer optimal. Er liefert Vitamin B1, das auch als Thiamin bekannt ist, Vitamin B2, als Robiflavin bekannt und Vitamin B3, welches auch als Niacin bekannt ist. Aufgrund der reichen Zusammensetzung kann ein Stückchen Ingwer den Tagesbedarf an Vitaminen und Mineralstoffen decken.

Ingwer als Heilpflanze

Wusstest du, dass Ingwer in vielen asiatischen Ländern schon seit über 3000 Jahren als Heilpflanze bekannt ist? Das scharfe Gewürz hat neben einer antibakteriellen Wirkung auch eine entzündungshemmende Wirkung. Zudem hilft er gegen Übelkeit, Erbrechen und zahlreiche Verdauungsbeschwerden. Wenn du zum Beispiel unter der Seekrankheit leidest, und die beim Autofahren schlecht wird, könnte Ingwer die Symptome lindern. Aufgrund seiner entzündungshemmenden Wirkung wird Ingwer auch bei rheumatischen Beschwerden und Gelenkbeschwerden verwendet. Oft wird er auch zur Wundheilung benutzt. Die Wurzel des Ingwers (auch Rhizom genannt) ist besonders aromatisch und kann gegen mangelnden Appetit eingesetzt werden.

Ingwer in der Küche

Als Gewürz kannst du Ingwer frisch oder getrocknet verwenden. Häufig findest du Ingwer auch als Teil von Gewürzmischungen. Es passt gut zu Fleisch und Fisch, aber auch Gebäck bekommt durch Ingwer einen tollen Geschmack. Frisches Wurzelgemüse kannst du zum Beispiel in dünne Scheiben schneiden oder reiben, und mischst es dann unter das andere Gemüse oder verfeinerst eine Soße damit. Auch in Sirup eingelegter Ingwer kann eine echte Bereicherung für deinen Speiseplan sein. Wenn du gerne asiatisch kochst, das scharfe Essen bevorzugst und vielleicht sogar einen Wok besitzt, dann solltest du auf die scharfe Knolle beim Kochen nicht verzichten.

Ingwertee gegen Erkältungen

Da Ingwer das Immunsystem stärken kann, ist er auch ein gut wirksames Mittel bei einer Erkältung. Zum einen sorgen die scharfen Stoffe für eine gute Durchblutung und heizen deinen Körper von innen auf – du beginnst zu schwitzen und kannst viele Krankheitserreger über den Schweiß loswerden. Bei einer Erkältung kommt dir auch die entzündungshemmende Wirkung entgegen. Ingwertee schützt deine Rachenschleimhaut vor Viren und Bakterien, sodass du mit dem Ingwertee einige Symptome einer Erkältung lindern kannst. Wenn du schon schlimme Halsschmerzen und Probleme beim Schlucken hast, dann kannst du den Ingwertee mit Honig süßen und die Schärfe etwas abmildern, indem du nicht nur reinen Ingwer verwendest, sondern noch einen anderen Tee, wie zum Beispiel Süßholzwurzel, verwendest.

Ingwer gegen Übelkeit

Übelkeit ist nichts anderes als das Gefühl, dass du dich übergeben musst. Gegen das flaue Gefühl im Magen kann dir Ingwertee helfen. Ingwer enthält viele ätherische Öle, die dafür sorgen, dass die Magenbewegungen weniger werden und sich dein Magen wieder beruhigen kann. Übelkeit kann viele Ursachen haben. Vielleicht hast du viel Stress, eine bevorstehende Prüfung, ungewohntes Essen oder eine längere Autofahrt, bei der dir übel wird – du kannst immer auf Ingwertee zugreifen, wenn sich dein Magen umdreht. Hast du eine besonders lange Reise vor dir, dann solltest du alle zwei bis drei Stunden ein bisschen Ingwer zu dir nehmen, bzw. eine Tasse Ingwertee trinken.

Ingwertee gegen Verdauungsbeschwerden

Nichts ist schlimmer als eine gestörte Verdauung. Von Durchfall bis Verstopfung zeigen sich Verdauungsbeschwerden immer wieder anders. Auch Blähungen, Bauschmerzen und ein Völlegefühl können sich bemerkbar machen. Ingwer enthält viele Scharfstoffe, die zum einen deine Bauschmerzen lindern können, und zum anderen wirken sie sich beruhigend auf deinen Magen aus. Außerdem ist nicht nur die entzündungshemmende Wirkung bei Verdauungsbeschwerden hilfreich. Ingwer wirkt antiseptisch gegen Viren, Bakterien und Pilze, die oft der Auslöser von Magen-Darm-Erkrankungen sein können.

Ingwer bei Gelenkschmerzen

Wenn deine Gelenke oft schmerzen, dann solltest du Ingwer als Heilpflanze in Betracht ziehen. Ingwer wirkt nämlich nicht nur entzündungshemmend, sondern auch schmerzlindernd. Ganz egal, ob dein Knie schmerzt oder dein Fußgelenk – mit Ingwertee kannst du versuchen, die Entzündungen und die damit verbundenen Schmerzen zu reduzieren. Auch bei Arthrose, Rheuma oder Arthritis hat sich Ingwer schon als äußerst wirksam erwiesen. Hier hilft der Wirkstoff Gingerol, der im Ingwer enthalten ist. Dieser Stoff kann die Substanzen, welche für die Entzündung verantwortlich sind, stark reduzieren.

Beauty – Ingwer für Haut und Haare

Wie du bereits erfahren hast, ist Ingwer nicht nur zum Würzen da, sondern kann auch deiner Gesundheit gute Dienste leisten. Die scharfe Knolle kann aber noch mehr, dann auch im Wellness-Bereich ist Ingwer eine Bereicherung. Besonders positiv wirkt sich Ingwertee auf deine Haut aus. Der entzündungshemmende Effekt hilft gegen Pickel und unreine Haut, während die Schärfe für eine bessere Durchblutung sorgt.

Und so einfach machst du dir eine Gesichtsmaske aus Ingwertee:

Reibe ca. 3 cm von der Ingwerknolle sehr fein und gieße 120 ml heißes Wasser darüber. Lasse den Tee dann mindestens 15 Minuten ziehen und geben anschließend 3 Esslöffel Weizenkeime und 2 Esslöffel Honig dazu. Trage diese Mischung auf dein Gesicht auf und spüle alles nach 15 bis 20 Minuten Einwirkzeit ab.

Ingwer hat zudem eine positive Wirkung auf Haare und Kopfhaut. Schuppen oder Haarausfall kannst du mit der Knolle wieder in den Griff bekommen. Diesmal verwendest du aber keinen Ingwertee, sondern Öl.

So bereitest du ein Ingwer-Öl zu:
Mische einfach 2 Esslöffel frisch gemahlenen Ingwer mit 3 Esslöffel Olivenöl und gebe einen Spritzer Zitronensaft dazu. Vermische alles gut und massiere das Öl anschließend in deine Kopfhaut ein. Nach einer Einwirkzeit von einer halben Stunde kannst du das Öl abwaschen.

Nebenwirkungen von Ingwer

Ingwer ist ein tolles und exotisches Gewürz, welches sich auch als Heilpflanze verwenden lässt. Ingwer kann aber auch Nebenwirkungen verursachen, die du kennen solltest.

Da Ingwer auch eine Blut verdünnende Wirkung hat, ist er sehr hilfreich bei Thrombosen und anderen Gefäßverengungen. Vor einer Operation sollte Ingwer aber wegen eben dieser Wirkung nicht eingenommen werden, da es bei der OP eventuell leichter zu Blutungen und damit verbundenen Komplikationen kommen kann.

Ingwer, und somit auch Ingwertee, hat eine wehenfördernde Wirkung. Schwangere sollten daher auf den Verzehr des Gewürzes (egal in welcher Form) verzichten oder einen Arzt um Rat fragen. Im Gegensatz dazu raten viele Hebammen zu einer Tasse Ingwertee, wenn der errechnete Geburtstermin bereits verstrichen ist und die Wehen auf sich warten lassen.

Zubereitung von Ingwertee

Wenn du dir nun auch eine frische Tasse Ingwertee zubereiten möchtest, siehst du hier, welche Zutaten du dafür benötigst:

  • eine Tasse Wasser
  • 3 Scheiben geschälte Ingwerwurzel
  • Honig zum Süßen
  1. Koche das Wasser nun in einem kleinen Topf auf und gebe dann die sehr dünn geschnittenen Ingwerscheiben dazu.
  1. Lasse den Tee ca. 15 Minuten bei kleiner Hitze köcheln.
  1. Leicht abgekühlt füllst du den Tee in ein Glas um und gibst einige Spritzer Zitronensaft und 1 bis 2 Teelöffel Honig dazu.

Grafiken: pixabay.com – congerdesign

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