Sind Superfoods wirklich ein Super Food?

Die Frage nach dem wie und warum plötzlich "normalo" Lebensmittel gehypt werden und ob sie wirklich so gesund sind.

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Superfood ist kein Spezielles Lebensmittel. Als Superfood werden die verschiedenen Lebensmittel bezeichnet, die einen gesundheitlichen Vorteil besitzen. Früchte, Samen, Obst, Gemüse – jede Kategorie hat ihre eigenen Superfoods, die dem Körper besonders viele Nährstoffe liefern.

 

Wissenswertes über Superfood 

Superfood ist eine Bezeichnung, die in den letzten Jahren immer häufiger im Zusammenhang mit verschiedenen Lebensmitteln verwendet wird. Es handelt sich dabei um keine geschützte Bezeichnung und es gibt keine rechtliche Definition. Als Superfood versteht man jedoch frische Lebensmittel wie Obst und Gemüse, die einen sehr hohen Gehalt an verschiedenen Nährstoffen haben und dadurch gesünder sind als andere Lebensmittel.

 

Welche Lebensmittel sind Superfoods?

Ob sie nun super schmecken, super aussehen oder super viele Nährstoffe liefern – die sogenannten Superfoods findest du beim Obst und Gemüse, bei Samen und Saaten und natürlich auch bei anderen frischen Zutaten. Oft werden Superfoods auch als Powerfood bezeichnet, denn genau diese liefern dir die natürlichen Lebensmittel. Zu den beliebten und bekannten Superfoods gehören unter anderem:

  • Beeren wie Himbeeren, Heidelbeeren, Aronia-, Goji- und Acaibeeren
  • Algen
  • Grünkohl
  • Mandeln
  • Chia Samen
  • Granatapfel
  • Papaya
  • Avocados
  • Matcha
  • Kürbiskerne
  • Weizengras
  • Leinsamen
  • Kakao
  • Cranberrys
  • Moringa
  • Quinoa
  • Ingwer

Diese Liste kannst du noch beliebig verlängern, denn es gibt noch viel mehr Lebensmittel, die man zu Recht als Superfood bezeichnet.

Superfood – einfache, natürliche und gesunde Lebensmittel

Damit Obst, Gemüse oder Samen als Superfood bezeichnet werden, müssen sie nicht besonders gezüchtet werden. Superfoods sind nämlich ganz normale Lebensmittel – besitzen aber viele Nährstoffe. Genau wie jedes andere Obst und Gemüse, gibt es auch bei den Superfoods leckere und weniger schmackhafte oder preiswerte und teure Lebensmittel. Im Vergleich zu einfachen Lebensmitteln haben es Superfoods aber in sich:

  1. Superfoods liefern dir viele wichtige Nähr- und Vitalstoffe. Dazu gehören Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe.
  2. Supefoods sollten so natürlich wie möglich sein. Am besten sind Lebensmittel aus einem biologischen Anbau oder wild wachsende.

 

Superfoods und ihre Inhaltsstoffe

Auch wenn sich die einzelnen Superfoods voneinander unterscheiden, haben sie eine Gemeinsamkeit: sie liefern dir extrem viele Nährstoffe, die gut für deine Gesundheit sind und sich positiv auf deinen Körper und dein Wohlbefinden auswirken. Dazu gehören sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente.

Vitamine: Vitamine helfen dir gesund zu bleiben und stärken dein Immunsystem. Einige von ihnen brauchst du, um gut sehen zu können, andere helfen dir eine Krankheit zu überstehen und zu bekämpfen. Auch dein Blut ist auf Vitamine angewiesen. Hast du einen Mangel an Vitaminen, dann fühlst du dich schwach, wirst schneller krank und kannst auch andere Mangelerscheinungen wie Störungen in der Haarstruktur oder das Nachlassen deiner Sehkraft feststellen. Wenn du dich mit Superfoods ernährst und diese regelmäßig in deinen Speiseplan einbaust, kannst du deinen Körper ausreichend mit den wasserlöslichen und den fettlöslichen Vitaminen versorgen.

Mineralstoffe: Auch wenn dein Körper oft nur sehr geringe Mengen davon braucht, kann ein Mangel an verschiedenen Mineralien schwere Folgen haben. Da dein Körper diese wichtigen Mineralstoffe nicht selber herstellen kann, musst du sie ihm über die Nahrung zuführen. Zu den wichtigen und essentiellen Mineralstoffen gehören  Magnesium, Kalzium, Kalium usw. Von diesen benötigt dein Körper täglich etwas mehr als von den sogenannten Spurenelementen. Mineralstoffe sind wichtig für deine Nerven, für die Muskeln und die Knochen. Oft wirken sie zusammen mit Vitaminen und/oder anderen Mineralstoffen, sodass ein Mangel verschiedene Folgen haben kann.

Spurenelemente: Spurenelemente benötigt dein Körper nur in kleinen Mengen. Es reicht also, wenn du deinem Körper Spuren davon zuführst. Zu den wichtigen Spurenelementen gehören Mangan, Kupfer, Selen, Zink und Eisen. Nimmst du Superfoods aus verschiedenen Kategorien zu dir, kannst du deinen Körper mit Mineralstoffen und Spurenelementen versorgen. Unter anderem benötigst du Spurenelemente, um aktiv bleiben zu können. Auch dein Stoffwechsel und deine Zellen sind auf diese Stoffe angewiesen.

Sekundäre Pflanzenstoffe: Superfoods sind frische Lebensmittel und daher sind Obst und Gemüse besonders reich an sekundären Pflanzenstoffen. Diese haben eine wichtige Aufgabe, denn sie schützen deine Zellen vor Schäden. Sie können freie Radikale abfangen und unschädlich machen. Da Flavonoide als Antioxidans wirken, senken sie das Krebsrisiko und schützen dich vor Viren, Pilzen, UV-Strahlung usw. Außerdem haben sekundäre Pflanzenstoffe in Superfoods eine entzündungshemmende, verdauungsfördernde und blutdrucksenkende Wirkung.

 

Wie gesund sind Superfoods wirklich?

Als Superfood werden nicht nur frische und gesunde Lebensmittel, sondern auch einige Nahrungsergänzungsmittel bezeichnet. Bei diesen Nahrungsergänzungsmitteln handelt es sich dann in der Regel um Superfoods aus fernen Ländern. Da verschiedene Lebensmittel den langen Transportweg nicht überstehen würden, werden sie zu Pulver oder Tabletten verarbeitet und in dieser Form als Superfood angeboten. Auch wenn der Name keinen gesetzlichen Vorschriften unterliegt, sollte ein Superfood immer ganz besondere Eigenschaften haben:

  • reich an Antioxdantien
  • mehr Vitamine und Mineralstoffe als andere Lebensmittel
  • positive Wirkung auf die Verdauung

Da du diese besonderen Lebensmittel nicht nur beim Obst, sondern auch beim Gemüse und dem Samen findest, kannst du ganz gezielt deine Ernährung verbessern und dir bestimmte Superfoods mit einem speziellen hohen Gehalt auswählen. Benötigst du mehr Eiweiß, dann kannst du Quinoa oder Wasserlinsen essen. Hast du einen Mangel an Eisen, dann liefern dir echter Kakao, Kürbiskerne und Sesam sehr viel davon.

Wie du siehst, kannst du mit den verschiedenen Superfoods etwas für deine Gesundheit tun und deinen Körper stärken. Es ist aber wichtig, dass du nicht nur auf den Gehalt an Nähr- und Vitalstoffen achtest, sondern dass du deine Superfoods richtig auswählst. Wenn du die Möglichkeit hast, solltest du die gesunden Lebensmittel am besten frisch und auf dem Markt kaufen. Noch besser ist es, wenn du Superfood beim regionalen Bauern holst, falls dieser ein ausreichend großes Angebot hat. Achte auf jeden Fall darauf, dass die Lebensmittel aus einem biologischen Anbau stammen. Du kannst natürlich auch im Bioladen einkaufen und dich dort genau erkundigen. Sind die einzelnen Lebensmittel als „Wildwuchs“ deklariert, dann erkundige dich nach dem genauen Ort. Denn verschiedene Samen und Kräuter können auch wild an einer dicht befahrenen Straße wachsen und nehmen dort Gifte aus der Umwelt auf.

Da es sich bei Superfoods um ganz natürliche Lebensmittel handelt, darfst du keine Wunder erwarten. Es reicht nicht aus, die Zutaten nur ab und zu oder über wenige Tage zu dir zu nehmen. Um eine positive Wirkung zu merken, musst du Superfood über einen längeren Zeitraum in deinen Speiseplan einbauen. Hast du zum Beispiel einen Mangel an Eisen, dann kannst du mit dem passenden Superfood diesen Mangel ausgleichen, indem du den Eisenspeicher zuerst wieder auffüllst und dir dann eine Reserve anlegen kannst.

Superfoods richtig zubereiten

Du musst kein Profikoch sein, wenn du Superfoods zubereiten möchtest. Denn Obst, Beeren und viele andere Früchte kannst du roh genießen und musst sie nicht erst zubereiten. Auch verschiedene Gemüsesorten kannst du roh essen. Samen quellen oft in Wasser auf, sodass du diese auch im Handumdrehen zu dir nehmen kannst. Falls du aus deinen Superfoods leckere Gerichte zubereiten möchtest, solltest du die verschiedenen Lebensmittel immer schonend zubereiten.

Kaufe möglichst frische Lebensmittel und lagere diese zu Hause richtig. Nicht alles muss in den Kühlschrank, denn viele Obst- und Gemüsesorten bleiben bei Zimmertemperatur ebenso lange frisch. Das gilt besonders für exotische Lebensmittel. Achte beim Kochen darauf, dass die Vitamine und Nährstoffe nicht ganz verkochen. Lasse das Gemüse nicht länger als nötig auf der heißen Herdplatte, um die wichtigen Nährstoffe zu schonen. Besonders wichtig ist das bei Superfoods, die reich an wasserlöslichen Vitaminen sind. Diese wasserlöslichen Vitamine gehen beim Kochen nämlich in die Kochflüssigkeit über. Aus diesem Grund solltest du so wenig Wasser wie möglich nehmen, und die Flüssigkeit ebenfalls verwenden.

Zu den fettlöslichen Vitaminen gehören die Vitamine E, D, K und A. Alle anderen lösen sich in Wasser. Hast du Superfoods, die reich an fettlöslichen Vitaminen sind, dann musst du diese immer in Kombination mit etwas Öl oder Fett zu dir nehmen, da dein Körper sie sonst weder aufnehmen noch verwerten kann.

 

Schadstoffbelastung bei Superfoods?

Sicherlich ist dir schon aufgefallen, dass mit Superfoods immer wieder gerne Werbung gemacht wird. Oft hat es den Anschein, dass nahezu alle frischen Lebensmittel abwechselnd einmal als Superfood oder Powerfood bezeichnet werden. Da Superfoods als super gesund eingestuft werden, sollten die einzelnen Lebensmittel natürlich frei von jeglichen Schadstoffen sein. In einigen Produkten konnten aber Schadstoffe wie zum Beispiel Pestizide, Blei oder Mineralöle nachgewiesen werden. Bei Pestiziden handelt es sich um verschiedene chemische Substanzen, die in der Landwirtschaft zum Einsatz kommen. Mit ihnen werden Schädlinge auf den Feldern, die dem Anbau schaden können, vernichtet oder ferngehalten. Gelangen diese Pestizide in die Erde, werden sie von den Wurzeln aufgenommen und gelange so schließlich in die Pflanze, die du als Superfood kaufst. Daher ist es wichtig, Lebensmittel aus einem Bio-Anbau zu kaufen, der ohne den Einsatz von Pestiziden auskommt.

Bei exotischen Superfoods, wie zum Beispiel Acai Beeren aus Brasilien wurden ebenfalls oft Rückstände nachgewiesen. Das liegt unter anderem daran, dass die Kontrollen dort nicht so streng sind. Wenn du eine Alternative zur Acai Beere suchst, kannst du auch auf heimische Arten ausweichen. Als Ersatz eignen sich dunkle Beeren wie Brombeeren oder Heidelbeeren. Am besten ist es, wenn du dich immer nach der Anbauart und dem Herkunftsland erkundigst und deine frischen Zutaten vor dem Verzehr gründlich reinigst. Allerdings sitzen nicht alle Rückstände nur auf der Schale, denn einige gehen auch in die Frucht über.

 

 

 

 

 

 

 

 

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