Kürbiskerne – DARUM sind sie so gesund

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Nicht nur der Kürbis liefert als Gemüse der Saison einen feinen Geschmack und wichtige Nährstoffe für den Organismus, sondern auch seine Kerne besitzen viele wichtige Stoffe, die gesundheitsfördernd sind. Während beim Kochen oft nur das Kürbisfleisch verwendet wird, landen die wertvollen Kerne fast immer im Müll.  Dort gehören sie aber nicht hin, denn neben Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, enthalten die dunkelgrünen Kürbiskerne sogar ein Glückshormon.

Inhaltsstoffe von Kürbiskernen

Zu 35 % bestehen die Kerne aus Eiweiß. Weiterhin enthalten sie viele wichtige Mineralstoffe, wie zum Beispiel Kalium, Magnesium und Kalzium. Zu den in Kürbiskernen enthaltenen Spurenelementen gehören Zink und Selen. Und da die Kerne rundherum gesund sind, versorgen sie den Körper auch mit den Vitaminen A, B, C und E. Zudem liefern die Kerne Linolsäure, Carotinoide, besser bekannt als Beta-Carotin oder Provitamin A sowie Porphyryne.

Zu den weniger bekannten Inhaltsstoffen gehört das Serotonin. Dieses ist auch als Glückshormon bekannt, da es für gute Laune sorgt und die Stimmung hebt. Auch pflanzliche Hormonstoffe, wie das Sitosterin, welches einen positiven Einfluss auf die Prostata hat, ist in den kleinen Kernen enthalten. Delta-7-Sterole in den Kürbiskernen wirken entzündungshemmend und entwässernd. Zudem ist auch L-Arginin, eine wichtige Aminosäure und Phenolglycoside, die verschiedene Funktionen im Körper übernehmen, machen Kürbiskerne zu einem gesunden Snack.

Kürbiskerne gegen Prostataprobleme und Blasenschwäche

Wie du bereits erfahren hast, liefern Kürbiskerne nicht nur viele Vitamine und Mineralstoffe, sondern sie enthalten auch Hormone. Davon profitieren sowohl Männer als auch Frauen. Denn die Wirkstoffe in den Kürbiskernen helfen zum einen bei Blasenschwäche, können aber auch bei Prostataproblemen zum Einsatz kommen. Zusammen mit allen anderen Inhaltsstoffen linderst du mit Kürbiskernen viele gesundheitliche Probleme.

Mit Kürbiskernen Prostatabeschwerden lindern

Wenn du noch jung bist, musst du dir um deine Prostata sehr wahrscheinlich keine Sorgen machen, denn meist treten die Probleme erst mit zunehmendem Alter auf. Zu den häufigsten Problemen, wenn es um die Prostata geht, gehört eine vergrößerte Vorsteherdrüse. Verantwortlich für diese Vergrößerung ist das Hormon Dihydrotestosteron. Denn es gilt der Grundsatz: je älter, desto mehr bildet der Körper davon. Eine vergrößerte Vorsteherdrüse bedeutet, dass der Harndrang vermehrt ist, der Wasserstrahl nur noch schwach ist und es auch zu einem Nachtröpfeln kommen kann. Sekundäre Pflanzenstoffe, wie zum Beispiel Lignane, welche in Kürbiskernen enthalten sind und zu den Phytohormonen gehören, können diese Beschwerden lindern.

Phytohormone sind pflanzliche Hormone, die auf eine ganz natürliche Art nicht nur im Kürbis und den Kernen, sondern auch in anderen Pflanzen vorkommen. Wenn du unter Prostatabeschwerden leidest und genügend Kürbiskerne isst, kann das deinen Dihydrotestosteronspiegel senken, wodurch die Beschwerden weniger werden. Einen weiteren Vorteil zeigen die Pflanzenstoffe, denn diese sorgen dafür, dass sich die Muskulatur deiner Blase wieder verbessert, wodurch es weniger Beschwerden beim Wasserlassen gibt. Dadurch, dass die Blasenmuskulatur gestärkt wird, kann die Blase wieder mehr fassen und es kommt nicht mehr so häufig zum Harndrang.

Blasenschwäche mit Kürbiskernen lindern

Von einer Blasenschwäche sind überwiegend Frauen betroffen. Ganz besonders ältere Personen leiden darunter. Manchmal macht sich die Blasenschwäche auch beim Niesen oder Lachen bemerkbar. Auch bei Frauen ist ein Ungleichgewicht der Hormone dafür verantwortlich. Die Hormone Östrogen und Androgen kommen in einem ungleichen Verhältnis vor und lösen die Beschwerden aus. Auch hier zeigen die in Kürbiskernen enthaltenen Lingane ihre Wirkung. Lingane sind dem Östrogen sehr ähnlich und können das Ungleichgewicht wieder aufheben.

Kürbiskerne wirken entzündungshemmend

Wusstest du, dass der Kürbis im Jahr 2005 als „Heilpflanze des Jahrs“ ausgezeichnet wurde? Denn Kürbiskerne helfen nicht nur bei Blasenschwäche und Prostatabeschwerden, sondern sie haben auch eine entzündungshemmende Wirkung. Wenn du Probleme mit den Gelenken, oder vielleicht sogar eine Arthrose hast, dann kannst du die entzündungshemmenden Stoffe nutzen. Während du deinen Körper durch den Verzehr von Kürbiskernen innerlich damit versorgst, kannst du für die äußerliche Anwendung ein Kürbiskernöl verwenden, und die betroffenen Gelenke damit einreiben.

Kürbiskerne gegen Haarausfall

Der Botenstoff DHT, auch Dihydrotestosteron genannt, spielt eine wichtige Rolle, wenn es um das Wachstum der Haare geht. Bei Frauen und Männern wird dieser Botenstoff in der Kopfhaut gebildet. Nötig für die Bildung ist das Testosteron, das du sicherlich als Geschlechtshormon bereits kennst. Reagieren deine Haarwurzeln empfindlich auf diesen Botenstoff, werden sie wahrscheinlich immer feine und dünner, bis sie zum Schluss ausfallen. Bei Männern kannst du diese kahlen Stellen häufig im Schläfenbereich, als sogenannte Geheimratsecken, erkennen. Betroffene Fragen klagen oft über Haarausfall im Bereich des Scheitels.

Auslöser für den Haarausfall sind oft verschiedene Mangelzustände. Zu wenig Vitamin B und C, ein Mangel an Eisen und Zink, aber auch Hormonstörungen können lichtes Haar verursachen. Wenn du nun an die vielen gesunden Inhaltsstoffe von Kürbiskernen denkst, wird schnell klar, dass du deinem Haar mit den Kernen wirklich etwas Gutes tun kannst. Sie helfen dir, einen Vitaminmangel auszugleichen und versorgen dich gleichzeitig mit pflanzlichen Hormonen. Du kannst die Kerne innerlich zum Verzehr verwenden und äußerlich, wenn du ein hochwertiges Kürbiskernöl in deine Kopfhaut einmassierst.

Kürbiskerne gegen Nierenbeschwerden

Die Nieren sind ein überlebenswichtiges Organ, denn sie filtern zahlreiche Abfallprodukte, die im Körper entstehen, und übernehmen die Produktion von Harn. Es gibt verschiedene Krankheiten, die die Niere betreffen können. Dazu gehört zum einen die Nierenbeckenentzündung. Diese beginnt oft etwas harmloser mit einer Blasenentzündung. Auch Nierensteine gehören zu den Nierenerkrankungen. Zu Nierensteinen kommt es immer dann, wenn die Niere bestimmte Stoffe nicht mehr richtig filtern kann.

Wenn du eine Nierenentzündung hast, dann kannst du die entzündungshemmende Wirkung von Kürbiskernen nutzen. Leidest du unter Nierensteinen, dann benötigt dein Körper in der Regel mehr Magnesium – und auch das ist in Kürbiskernen enthalten. Zudem regen die Kerne die Nierentätigkeit an, wodurch es wieder zu mehr Harnfluss kommt und die unerwünschten Stoffe gefiltert und mit dem Urin ausgeschieden werden können. Am besten ist es, wenn Kürbiskerne und Kürbisöl gemeinsam konsumiert werden. Die Kerne kannst du als leckeren Snack essen, und das Öl zum Beispiel für Salate und beim Kochen verwenden.

Kürbiskerne gegen unreine Haut

Kürbiskerne zeigen nicht nur im gesundheitlichen Bereich ihre Wirkung, sondern spielen auch beim Thema Haut und Beauty eine wichtige Rolle. Damit die Haut elastisch bleibt, benötigt sie Linolsäure. Da der Körper diese aber nicht selbst produzieren kann, kannst du sie ihm in Form von Kürbiskernen zuführen. Äußerlich angewendet pflegt das Kürbiskernöl deine Haut und macht sie geschmeidig und elastisch. Das enthaltene Vitamin A sorgt für den Hautaufbau, während Vitamin E die Haut vor Sonneneinstrahlung schützt und die Elastizität verbessern kann.

Wenn du unreine Haut hast, dann kannst du ebenfalls zu Kürbiskernen greifen, denn das enthaltene Zink hast sich besonders gut bei unreiner Haut bewährt. Zink kann die Bildung von Tag wieder ins Gleichgewicht bringen. Bildet sich zu viel Talg, dann können die Drüsen verstopfen und es kommt zu Pickeln. Zink als Spurenelement hilft aber nicht nur bei unreiner Haut, sondern ist auch für die Wundheilung der Haut förderlich.

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