Darum ist Leinsamen ein echtes Superfood

So gesund ist die Leinsaat und ihre Inhaltsstoffe

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Auch als Leinsaat bekannt, handelt es sich bei Leinsamen um die Samen einer alten Kulturpflanze. Diese ist als Gemeiner Lein oder auch als Flachs bekannt. Flachs gehört zu den ältesten Kulturpflanzen und wird schon seit der Jungsteinzeit weiter verarbeitet. Lein kann zu Leinöl verarbeitet werden oder dient der Fasergewinnung. Die Samen des Flachses sind zu dem ein natürliches Mittel für die Gesundheit. Die kleinen Samen besitzen viele gesunde Stoffe und können bei verschiedenen Beschwerden ganz natürlich helfen.

 

Leinsamen und seine Inhaltsstoffe 

Erhältlich sind gelbe oder braune Leinsamen, welche einen Fettanteil von durchschnittlich 40 % haben. Zur Hälfte bestehen diese Fette im Leinsamen aus der mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure. Besonders wichtig im Bezug auf die Gesundheit sind die enthaltenen Schleimstoffe, welche sich unter anderem aus verschiedenen Zuckern zusammensetzen. Zu rund 25 % enthalten die Samen auch wichtige Ballaststoffe sowie ca. 25 bis 30 % Eiweiß. Den gesunden Effekt runden die im Leinsamen enthaltenen Vitamine ab. Enthalten sind neben dem fettlöslichen Vitamin E auch die wasserlöslichen Vitamine B1, B2 und B6. Vitamin B3, auch als Nicotinsäure bekannt, Vitamin B9 bzw. B11 als Folsäure bekannt und Pantothensäure als Vitamin B5 sind ebenfalls in den kleinen Samen enthalten.

Die bis zu 6 mm kleinen Samen sind reich an sogenannten Lignanen. Lignane sind sekundäre Pflanzenstoffe und gehören in die Gruppe der Phytohormone. Sie haben eine ähnliche Wirkung wie menschliche Hormone und arbeiten in deinem Körper als Botenstoff. Leinsamen liefert dir auch gesunde und wichtige Mineralien, die du brauchst. Dazu gehören Magnesium, Zink, Selen, Eisen, Kalium, Kalzium und Mangan.

 

Wissenswertes über Lein

Gemeiner Lein wird auch als Flachs bezeichnet und gehört zu den ältesten Kulturpflanzen. Er dient zum einen der Ölgewinnung, zum anderen der Fasergewinnung. Die Pflanze kann bis zu einem Meter hoch werden und hat große, blaue Blüten. Wirksame Inhaltsstoffe, die der Gesundheit dienen und auch zu medizinischen Zwecken verwendet werden, finden sich in den Leinsamen bzw. in der Schale des Samens.

 

 

  1.  Leinsamen für den Cholesterinspiegel

Cholesterin gehört zu den Fetten und ist ein Baustein deiner Zellen. Im Körper gibt es zwei verschiedene Arten davon: Gutes Cholesterin, das auch als HDL bezeichnet wird, und das schlechte Cholesterin, welches als LDL-Cholesterin bezeichnet wird. Wenn dein LDL zu hoch ist, dann hast du erhöhte Cholesterinwerte. Einen zu hohen Cholesterinspiegel kannst du senken, wenn du ausreichend Leinsamen zu dir nimmst. Dieser ist reich an Omega-3-Fettsäuren. Diese Fettsäuren können das schlechte Cholesterin senken und dabei gleichzeitig das gute Cholesterin erhöhen. Die einfach ungesättigten Fettsäuren wirken sich ebenfalls positiv auf die Blutgefäße aus. Sie haben eine entzündungshemmende Wirkung, verbessern im Allgemeinen die Blutfettwerte und wirken zudem antioxidativ.

 

  1. Leinsamen gegen einen Vitamin B Mangel

Vitamine und Mineralstoffe sind wichtig, damit dein Organismus richtig funktionieren kann. Führst du deinem Körper nicht genügend dieser Nährstoffe zu, kann es schnell zu einem Mangel kommen. Hinzu kommt, dass dein Körper die wasserlöslichen Vitamine gar nicht, oder nur in sehr geringen Mengen speichern kann. Bei einem Vitamin B Mangel ist dir Leinsamen besonders hilfreich, da dieser verschiedene Vitamine aus der B-Gruppe besitzt. Niacin, Thiamin, Riboflavin, Folsäure, Pantothensäure und Vitamin B6 gehören dazu. Ein Mangel an den B Vitaminen macht sich schnell durch Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen, dauernder Müdigkeit, Reizbarkeit und depressiver Verstimmung bemerkbar. Auch die Beri-Beri-Krankheit kann durch einen Vitamin B Mangel ausgelöst werden. Mit nur einem Esslöffel Leinsamen kannst du schon den halben täglichen Bedarg an Vitamin B6 decken.

  1. Lignane für einen gesunden Hormonhaushalt

Die Phytohormone sitzen in der Schale des Samens und können von deinem Körper besser aufgenommen werden, wenn der Leinsamen geschrotet oder zerkleinert und aufgebrochen wird. Lignane können deinen Hormonspiegel sehr stark beeinflussen. Wenn du einen Mangel oder einen Überschuss an Hormonen hast, denn gleicht Leinsamen dies durch seine Phytohormone wieder aus. Die Lignane haben großen Einfluss auf die beim Hormonstoffwechsel aktiven Enzyme und zeigen sich daher auch wirksam, wenn du eine durch Hormone bedingte Krankheit hast. Männer profitieren unter anderem von den Phytohormonen, da diese eine Vergrößerung der Prostata verhindern können. Frauen haben weniger Beschwerden in den Wechseljahren und während der Menstruation. Wenn du gerne schwanger werden möchtest, aber dein Wunsch nach einem Baby nicht in Erfüllung geht, dann solltest du Leinsamen jeden Tag in deinen Speiseplan aufnehmen, denn die kleinen Samen fördern deine Fruchtbarkeit.

 

  1. Mit Leinsamen abnehmen 

Überschüssiges Körpergewicht zu verlieren ist nicht immer ganz leicht. Vielleicht hast du das auch schon erlebt und warst während deiner Diät relativ schnell entmutigt. Leinsamen hilft dir beim Abnehmen und unterstützt dich bei dem Vorhaben auf eine gesunde und natürliche Art. Da Leinsamen reich an Omega-3-Fettsäuren ist, wird deine Fettverbrennung angekurbelt. Außerdem steigert Leinsamen dein Sättigungsgefühl. Du bekommst nicht mehr so schnell Hunger und sparst dir dadurch viele Kalorien. Ungesunde Fette, die sich in deiner Nahrung befinden, werden durch das Lecithin direkt im Verdauungstrakt gelöst und danach an Ballaststoffe gebunden. Zusammen mit den Ballaststoffen werden die Fette dann aus deinem Körper abtransportiert. Du musst also keine Angst haben, dass sich das Fett wieder ansetzen kann.

Wenn du mit Leinsamen abnehmen möchtest, dann solltest du deinen Körper langsam an die ballaststoffereiche Kost gewöhnen. Am besten ist es, wenn du in der ersten Woche nur einen Esslöffel voll Leinsamen täglich zu dir nimmst. Wenn du diesen gut verträgst, dann kannst du die Menge ab der zweiten Woche verdoppeln.

 

  1. Leinsamen hilft bei Verdauungsproblemen

Wenn du Probleme mit der Verdauung hast, zeigen sich die kleinen Leinsamen als natürliches Mittel sehr hilfreich. Du kannst Leinsamen einnehmen, wenn du Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, Verstopfung oder vielleicht sogar einen Reizmagen hast. Die im Leinsamen enthaltenen Ballaststoffe quellen auf, indem sie das Wasser binden. Dadurch vergrößert sich dein Stuhlvolumen und löst Druck auf deine Darmwand aus. Auf diese Weise kann Leinsamen deine Verdauung anregen und bei einer Verstopfung helfen. Zerkleinerst du die Leinsamen, dann hilft dir auch das im Samen enthaltene Öl, da es den Stuhl gleitfähiger macht. Die zerkleinerten Samen wirken gleichzeitig reizlindernd und beruhigen deine Magen-Darm-Schleimhaut. Du kannst den Leinsamen also auch dann essen, wenn du eine leichte Magenschleimhautentzündung oder eine Darmentzündung hast. Wenn du Leinsamen gegen Verdauungsprobleme nehmen möchtest, musst du immer genügend Flüssigkeit zu dir nehmen. Tust du das nicht und trinkst du zu wenig, kann es zu einer Verstopfung oder zu Blähungen kommen.

 

 

Bildquellen

  1. https://pixabay.com/de/leinsamen-samen-essen-gesund-1274944/ – Pezibear
  2. https://pixabay.com/de/birne-licht-idee-strom-gl%C3%BChlampen-40701/ – Clker-Free-Vector
  3. https://stock.adobe.com/de/stock-photo/leinsamen-mit-blauen-leinblumen-linum/35320185 – Marina Lohrbach

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